Zenon von Kition, *330 v.u.Z. in Kition, Zypern, war der Begründer der Stoa.

Es ist überliefert, dass Zenon nach einem Schiffbruch, in dem er sein ganzes Hab und Gut verloren hat, in einen Buchladen in Athen besucht hat. Dort “blättert” er durch Xenophons Memorabilia, den Erinnerungen an Sokrates. Er fragt den Verkäufer eine entscheidende Frage stellt: “Wo finde ich solche Menschen wie Sokrates?”

Zufällig ging gerade der Kyniker Krates am den Buchladen vorbei. Der Verkäufer sagte zu Zenon “Folge diesem Mann” (Diogenes Laertios, 7.2-3).

Zenon begann also seine philosophische Ausbildung bei den Kynikern.

Die Idee “im Einklang mit der Natur zu leben” ist eine kynische und wird heute durch die Figur des Diogenes von Sinope karikiert. Denn in diese krasse Richtung wie die Kyniker haben die Stoiker diese Idee nicht entwickelt.

Zenon wollte es auch kein orthodoxer Kyniker werden und hat andere philosophische Schulen besucht.

Über das Studium bei Polemo, dem Scholarchen von Platons Akademie, hat er Platon studieren können.
Von den Megarikern, v.a. Stilpo, hat Zenon sich vor allem mit deren Logik auseinandergesetzt.

Zenon hat also von verschiedenen Seiten Eindrücke erhalten, die später in seinem Stoizismus mündeten.

Der Name Stoa oder Stoizismus kommt daher, dass Zenon ab ca. 300 v.u.Z. anfing, selbst zu lehren. Statt sich aber eine Schule zu gönnen, hat er Vorträge in einer bemalten Säulenhalle an der Nordseite der Agora in Athen gelehrt. Damit konnte jeder zuhören, der mochte.

Hätte Zenon nicht in der Stoa Poikile gelehrt, hießen die Stoiker heute vielleicht Zenoniker.

Zenons Schüler waren unter anderem Persaeus, Herillus, Dionysius, Sphaerus, Ariston von Chios und Kleanthes.