Auf den ersten Blick könnte Epiktet uns hier raten, alles einfach so hinzunehmen; quasi Spielball der Umstände zu werden. In gewisser Weise mag das auch so sein, aber vielleicht geht es auch um Folgendes:

Akzeptiere das, was Dir passiert. Welche Wahl hast Du? „Entweder ist es Zufall oder Vorherbestimmung“ – wie auch immer, die Situation ist nun so.

Könntest Du die Situation vielleicht auch fehlinterpretiert haben? Denke daran, dass die Bedeutung der Situation lediglich in Deinen Gedanken existiert!

Wenn Du Dich mit der Situation abfindest, hast Du die Möglichkeit, Dich ruhig, gelassen auf das zu konzentrieren, was in Deiner Macht/Kontrolle/Einfluss steht – arbeite an Deiner Haltung zu dieser Situation: Was kann ich nun tun? Wozu fordert mich das auf?

Der feine Unterschied ist vielleicht, dass der Fokus der Handlung vielleicht nicht auf die Beseitigung dessen, was passiert ist, ausgerichtet sein sollte(im Prinzip hat man keinen direkten Einfluss darauf), denn das zeugt ja davon, dass man es irgendwo doch nicht akzeptiert. 😉

Begehre nicht, daß die Sachen in der Welt gehen, wie du es willst, sondern wünsche vielmehr, daß alles was geschieht, so geschehe, wie es geschieht, dann wirst du glücklich sein.
– Epiktet, Handbüchlein der Moral 8