Kategorie: L2

Eudaimonia [Rheinland Stoiker Meetup]

Das ist die Zusammenschrift aus dem Stoiker Meetup zu dem gleichnamigen Thema. Es ist keine saubere philosophische Betrachtung. Mehr ein loses Zusammenheften von wichtigen Konzepten der Stoiker an die Eudaimonie, verbunden mit einem praktischen Sinnbild, einer Metapher. Was ist eigentlich die Eudaimonie? Es geht um den eu-daimon, einen guten Geist (oder bist du von allen guten Geistern verlassen?). Und es geht um das Ziel, telos, des Leben aus Sicht der Philosophen. Es geht also darum, einen guten Geist, Genius – doch überschneidet sich das nicht mit der Tugendhaftigkeit. Nein, nicht wirklich. Der Begriff unseres [höchsten] Gutes läßt sich auch...

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2 wichtige Grundprinzipien der stoischen Philosophie

Bei vielen Fragen bzgl. der stoischen Philosophie gilt es zu allererst zu prüfen, ob es überhaupt “Sinn” macht, tiefer in eine Analyse oder Diskussion einzusteigen. Denn wenn es nicht die Philosophie oder die Dinge, die die Philosophie betreffen, betrifft, so kann man sich getrost anderen Themen zuwenden 😉 Ist es etwas Indifferentes / Gleichgültiges Diogenes Laertios schreibt über Zenon in Buch 7. 104: Indifferent heiße einerseits, was weder zur Eudämonie noch zum Unglück beiträgt wie Reichtum, Ruhm, Gesundheit, Stärke, etc.; denn man kann auch ohne diese glücklich werden, weil es von der Art ihres Gebrauches abhängt, ob sie glücklich...

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So gehst Du gelassener mit Beleidigungen um

Beleidigungen, Kränkungen, Lästereien oder blöde Kommentare sind ein unangenehmer Teil von Kommunikation. Das war bei den Stoikern vor 2000 Jahren in Griechenland oder Rom nicht anders als heute. Zum Glück wussten die Philosophen damals, wie sie sich dagegen “wehren” können, sodass sie die Beleidigungen nicht in ihrer Seelenruhe und Gelassenheit erschüttern. Wie sie das getan haben, erfährst Du in diesem Artikel. Schwachstelle Autopilot Gerade in “Wortgefechten” ist man mit seinen Gedanken derart in der Situation vertieft (Autopilot). Die Worte werden rauer und irgendwann fliegt die erste Beleidigung – ob absichtlich oder nicht. Und ehe man sich versieht, hat man...

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Raus aus der Komfortzone – Wahre Freude kommt von Innen

In diesem Artikel möchte ich zusammen mit Seneca das Thema der stoischen Freude und Komfortzone näher beleuchten. Zuerst zerstöre ich die allgemeine Ansicht über Freude, damit ich am Ende die Möglichkeit habe, wahre Freude zu erkennen. Mir geht es gut, weil… Mir geht es gut, weil ich was zu essen habe mir warm ist ich genügend Geld habe Ich gesund bin Ich ein Smartphone habe Ich WLAN habe Ich tolle Klamotten habe Ich geschminkt bin Ich einen AUDI fahre Das scheint ein gängiges Bild zu sein: mir geht es gut, wenn ich etwas Erstrebenswertes, Tolles oder Luxuriöses habe oder...

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Stoa & die Kunst des Bogenschießens

Es gibt mindestens zwei Arten, auf denen man Stoizismus betreiben kann: als Quelle für inspirierende Zitate und antike Selbsthilfe-Tool-Sammlung oder als eine Art innerer Weg der Tugendhaftigkeit oder Lebenseinstellung. Es gibt auch mindestens zwei Arten, auf denen man Bogenschießen kann: aus Spaß an der Freude oder als innerer Weg der Tugendhaftigkeit. Jeweils beide Arten haben ihre Berechtigung und keine Art ist besser oder schlechter. Sie dienen nur einen unterschiedlichen Zweck. In diesem Beitrag möchte ich auf den jeweils letztgenannten Zweck eingehen: auf den inneren Weg der Tugenden. Was unterscheidet den Zen-Bogenschützen vom Bogenschützen? Der Bogenschütze richtet seine Aufmerksamkeit darauf, möglichst...

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Ändere Deine Wahrnehmung für mehr Gelassenheit

Dies ist der Praxis-Teil zur Erkenntnistheorie der Stoiker. Den Theorie-Teil findest du hier. Meinung und Urteile beeinflussen unsere Gelassenheit Bei unserer Wahrnehmung sollten wir davon ausgehen, dass es sich überwiegend um Meinung statt um Wahrheit handelt. Unsere Weltsicht scheint von Gefühlen, Trieben, Erwartungen und Vorurteilen geprägt zu sein, wir nehmen also nur eine getrübte Wahrheit wahr. Wir bilden uns dann ein (Vor-)Urteil von den Dingen, Umständen und Menschen, das der Wahrheit nicht gerecht wird. Wer das einmal “in sich selbst” erlebt hat, versteht auch, was Epiktet mit diesem Zitat meint: Praktische Erkenntnis mit Marcus Aurelius In Selbstbetrachtungen 3, 11...

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Vorausschauende Gelassenheit – Proaktive Visualisierung

Was ist die negative proaktive Visualisierung? Epiktet erklärt es uns ganz einfach: Tod und Verbannung und Alles, was als schrecklich erscheint, soll dir täglich vor Augen schweben, am meisten aber der Tod; so wirst du nie weder an etwas Gemeines denken, noch etwas allzuheftig begehren. – Epiktet, Handbüchlein der Moral, 21 Um es vorweg zu nehmen: der Stoiker konzentriert sich bei dieser Übung nicht ewig auf was Negatives – im Gegenteil, er gewinnt Gelassenheit und Freude dadurch und akzeptiert die Natur der Dinge. Es ist auch durchaus wichtig, nicht über das vermeintlich Schlimme ewig zu grübeln, also in einer Endlos-Schleife...

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Tugenden der Stoa – Exzellenz des Charakters

Ein zentrales Thema der stoischen Philosophie sind die Tugenden und Werte sowie die Tugendhaftigkeit als Charaktereigenschaft. Für den Stoiker bedeuten die Tugenden bzw. Tugendhaftigkeit die “Exzellenz des Charakters”. Er sieht die Tugenden als das Einzige im Leben mit wahrem Wert. An den Tugenden richtet sich das Handeln aus. Alles andere sei dann entweder wertlos oder gleichgültig. Siehe dazu auch der Beitrag zum Thema Kontrolle. Besonders die römische Stoa hat sich viel mit der Ethik, also den Handlungsempfehlungen auf Basis der Tugenden, befasst. Schmücke dich mit Harmlosigkeit, Bescheidenheit und Gleichgültigkeit gegen alles, was zwischen Tugend und Laster in der Mitte liegt. –...

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Kontrolle – Was steht in unserer Macht

Videos zum Thema Dieser Blog wandelt sich genauso wie mein Verständnis und meine Darstellung der stoischen Philosophie. In diesem Beitrag findest Du auch Videos zu diesem Thema. Epiktet und Kontrolle In diesem Beitrag geht es darum, was Epiktet in seinem Handbüchlein der Moral uns bereits zu Beginn mitteilte: Einige Dinge stehen in unserer Macht, andere hingegen nicht. In unserer Macht sind Urteil, Bestrebung, Begier und Abneigung, mit einem Wort alles das, was Produkt unseres Willens ist. Nicht in unserer Macht sind unser Leib, Besitz, Ehre, Amt, und alles was nicht unser Werk ist. Was in unserer Macht ist, ist seiner...

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