Ataraxia (ἀταραξία): Seelenruhe, Freiheit von Störungen durch äußere Dinge. Epiktet bezeichnet Ataraxia als die Frucht des Philosophierens: Wer gelernt hat, seine prohairesis richtig auszurichten, erreicht diese innere Unerschütterlichkeit (Unterredungen 2.1.21-22).

Ataraxia ist kein Ziel im epikureischen Sinne (dort telos), sondern ein Ergebnis - die natürliche Folge richtiger Urteile und klarer Unterscheidung zwischen dem, was in unserer Macht steht, und dem, was nicht. Wer nicht mehr nach adiaphora greift, wird nicht mehr von ihrem Ausbleiben erschüttert.

Marcus verwendet den Begriff einmal (9.31), bevorzugt aber funktionale Entsprechungen: das ruhige, unerschütterliche hegemonikon, das sich weder aufwühlen noch verbiegen lässt.

Verwandt: apatheia (Freiheit von pathos), eupatheia (die positiven Zustände, die an die Stelle der Leidenschaften treten).

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