Eleutheria (ἐλευθερία): Freiheit - im stoischen Sinne die innere Freiheit, die aus richtiger Ausrichtung der prohairesis entsteht. Nicht politische oder äußere Freiheit, sondern die Unabhängigkeit des Urteils von allem, was außerhalb unserer Kontrolle liegt.

Der stoische Paradoxon (Epiktet, Unterredungen 2.1.21-22): Die Massen sagen, nur die Freien können gebildet werden - die Stoiker kehren es um: Nur die Gebildeten (d.h. philosophisch Geübten) sind wirklich frei. Epiktet, der selbst Sklave war, lebte diesen Grundsatz exemplarisch: Äußere Unfreiheit berührt die innere Eleutheria nicht.

Freiheit entsteht nicht durch das Erlangen von etwas, sondern durch die Einschränkung des Strebens auf das, was wirklich in unserer Macht steht. Wer nichts Äußeres begehrt, kann von nichts Äußerem versklavt werden (Unterredungen 4.1).

Marcus verwendet das Substantiv fünfmal (u.a. 5.9), bevorzugt aber funktionale Beschreibungen: das Hegemonikon, das sich nicht zwingen lässt.

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