Episteme (ἐπιστήμη): sicheres, festes, unerschütterliches Wissen - das Erfassen, das nicht durch Argumente erschüttert werden kann. In der stoischen Erkenntnishierarchie die höchste Stufe, dem sophos vorbehalten. Gegensatz zu doxa (bloße Meinung) und Mittelstufe katalepsis.
Die Hierarchie: Phantasia - Synkatathesis - Katalepsis - Episteme. Nur wer ausschließlich phantasiai kataleptikai zustimmt und dieses Erfassen zu einer stabilen, durch tonos gefestigten Disposition hat, besitzt Episteme. In der frühen Stoa ist dies praktisch niemand - der Weise (Sophos) ist eine regulative Idee, kein empirisches Vorkommen.
Für den prokoptōn (Fortschreitenden) ist das Ziel nicht Episteme im Vollsinne, sondern die kontinuierliche Annäherung: richtigeres Prüfen der Phantasiai, wachsende Unterscheidungsfähigkeit, stabiler werdende Synkatathesis.
Eine philosophische Meditation über das Leben, den Tod und die Vergänglichkeit.
Mehr Infos zum E-Book →