Kalos (καλός): schön - im moralischen Sinne: edel, tugendhaft, das sittlich Gute. Das Adjektiv bezeichnet sowohl ästhetische als auch moralische Schönheit, die für die Griechen untrennbar verbunden waren.
Der "kalos kagathos" (schön und gut) ist das klassische griechische Ideal des vortrefflichen Menschen, das die Stoiker aufnehmen und umdeuten: Schönheit liegt nicht in äußerer Erscheinung oder Wohlstand, sondern in der inneren Ausrichtung an der arete. Der sophos ist damit der wahrhaft schöne Mensch.
Seneca verwendet das lateinische Äquivalent honestum sehr häufig: das Ehrenhafte, Sittlich-Gute - das, was um seiner selbst willen wünschenswert ist (Moral Letters 71, 76).
Marcus: "Lass deine innere Schönheit leuchten" (12.15) - kalos als sichtbar werdende Tugend, nicht als äußerer Schein.
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