Theorema (θεώρημα): allgemeines Prinzip, Grundsatz, Wahrheit der Wissenschaft - das, was durch Theorie (theorein, schauen) erkannt wird. Im stoischen Kontext oft synonym mit dogma verwendet, wenn es um den Bestand an Überzeugungen und Grundsätzen geht, die das Handeln leiten.
Der Unterschied zur Doxa (doxa): Das Theorema hat Anspruch auf allgemeine Gültigkeit - es ist ein begründeter Grundsatz, nicht nur eine persönliche Meinung. Es soll durch Vernunft prüfbar und durch Praxis bewährt sein.
Epiktet (Unterredungen 2.18.24): Theoremata müssen durch askesis in die Praxis überführt werden. Das bloße Kennen von Grundsätzen reicht nicht - sie müssen sich im Handeln bewähren. Marcus ergänzt: Schlecht verankerte Theoremata müssen korrigiert werden, wie schiefe Dogmen begradigt werden müssen (8.47).
Praktisch: Der Bestand an theoremata ist das philosophische Rüstzeug des prokoptōn - die Grundsätze, die er in schwierigen Situationen abruft und anwendet.
Eine philosophische Meditation über das Leben, den Tod und die Vergänglichkeit.
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